Eine Leuchtdiode mittels induktive Kopplung und elektromagnetische Felder zum Leuchten bringen

Wireless LED

In diesem Zusammenhang! 1972 bis 2022, der NE555 wird 50 Jahre alt!

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Wireless LED - kabellose Leuchtdioden leuchten, indem sie Energie von einer Induktionsspule erhalten. Ein Oszillator speist eine Senderspule mit Hochfrequenzenergie und diese Energie wird auf einer zweiten Spule, Empfängerspule, gekoppelt. Vorstellen kann man sich das wie ein Transformator ohne Eisenkern.

Die Leuchtdioden, es können mehrere sein, sind direkt an der Empfängerspule angeschlossen. Bei meinem Experiment gibt es nur die Spulen, Kondensatoren für eine Resonanzkopplung wurden nicht verbaut. Die maximale Distanz von Sender- zur Empfängerspule beträgt 5,3 Zentimeter. Eine Wireless LED Schaltung habe ich vor einigen Jahren schon einmal gebaut. Hier wollte ich drei Dinge ändern.
1) Beide Spulen haben die gleiche Wicklungszahl (30 Windungen) jedoch im Durchmesser sind sie unterschiedlich.
2) Senderspule wurde mit 0,35 Quadratmillimeter Querschnitt bewickelt, Empfängerspule mit 0,15 Quadratmillimeter.
3) Der Oszillator soll mit einem NE555 realisiert werden. Warum? Siehe weiter unten auf dieser Webseite.

Zum Wirkungsgrad dieser ganzen Sache, dass was man an Energie reinsteckt – und was man rausbekommt, kann man als unterirdisch bezeichnen. Das induktive Laden von elektrischen Zahnbürsten oder Smartphones nutzt die gleiche Technologie!


Induktive Kopplung und elektromagnetische Felder


Das obige Bild zeigt die induktive LED-Kopplung im Betriebszustand. Gespeist mit einer 5 Volt Powerbank. Empfängerspule: Alle acht Leuchtdioden werden von der positiven Halbwelle der Wechselspannung versorgt. Mit anderen Worten, die Leuchtdioden sind alle in einer Richtung verschaltet, die negative Halbwelle wird nicht genutzt. Erst ab einer Distanz von fünf Zentimeter zwischen Sende- und Empfängerspule verlieren die LEDs an Leuchtkraft. Größer sechs Zentimeter sind sie aus. Die Sendespule wird mit einer Frequenz von 21 KHZ getaktet. Details zum Oszillator findest du weiter unten in dieser Beschreibung! Hier noch einige Hinweise: Taktet der Oszillator korrekt, stellt sich ein Strom von zirka 160 mA ein. Im ungünstigem Fall, wenn der Taktgeber nicht läuft (Kondensator C1 defekt) und der NE555 Timer Ausgang (Pin 3) liefert trotzdem eine Basisspannung größer 0,7 Volt, stellt sich ein Strom von größer 8 Ampere ein und es entsteht Brandgefahr. In dem obigen Beispiel stellt die Powerbank die größte Gefahr dar. Also nicht unbeaufsichtigt lassen!

Wireless LED, Schaltplan


Fünfzig Jahre Three Fives (1972 bis 2022). Der NE555 ist bis heute der in der größten Stückzahl produzierte integrierte Schaltkreis der Welt. Wer hat's erfunden? Der Schweizer Hans R. Camenzind. In diesem Projekt liefert der NE555 eine Oszillator Frequenz von zirka 21 kHz.

Der obige Schaltplan zeigt die Anwender-Grundschaltung für eine astabile Kippstufe. Dahinter verbirgt sich folgender Signalablauf: Der Ausgang des IC's (Pin 3) wechselt zwischen der Versorgungsspannung und Null Volt periodisch hin und her. Die zwei Widerstände R1 und R2 im Zusammenhang mit dem Kondensator C1 (RC - Glied) bestimmt die Frequenz. Der Transistor BD139 (135-139) sorgt für den notwendigen Strom, der durch die Sendespule geschickt wird.

Tritt in der Schaltung ein Fehler auf und der Ausgang des NE555 ist konstant high, dann erhitzt sich der Transistor und es entsteht Brandgefahr, da hilft auch die beste Kühlung nichts. Ich will damit nur verdeutlichen, dass eine Funktionsschaltung oft mit wenigen Bauteilen zu realisieren ist, jedoch die Aspekte Sicherheit, elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) und Temperaturstabilität die Kosten erheblich beeinflussen kann.


Wireless LED und Levitation


In diesem Kapitel habe ich dir meinen magnetischen Schwebekörper (Levitation) vorgestellt. Das obige Bild zeigt die Integration der „kabellosen Leuchtdioden“ als schwebendes Objekt.

Leider hat das nicht geklappt!

Nach einigen Minuten fängt die LED-Einheit an zu schwingen und fällt dann herunter. Unabhängig von der Steuerung, Dreipunktregler oder doch Proportional-Integral-Differential-Regler (PID), ist ein Punkt für diese Anwendung nicht in Ordnung:

Die LED-Einheit ist mit 21 Gramm zu schwer. Die Versorgungsspannung von 5 Volt für den Elektromagneten ist zu gering. Leider habe ich es versäumt die Spannungsversorgung der Spule separat zu bauen. Das muss geändert werden. Erst danach kann ich mich auf den Regler konzentrieren. Mittlerweile denke ich über einen Neubau nach. Gestell aus Holz, wie eine Art Stehlampe!




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